Er
hielt Ausschau nach Neuem, welches er entdecken konnte. Sie rasteten
in Gehöften und stärkten sich dort.
Der
Hengst, der den Karren zog, wurde dort stets mit Wasser und Stroh
versorgt, er war ausdauernd und ihnen treu ergeben.
Es
war Frühling, als sie auf dem Karren fuhren. Den Weg nach Mövum
ließen sie sich bei jeder Gelegenheit beschreiben.
Nach
ungeführ dreizehn Tagen ging ihnen das angesparte Reisegeld zur
Neige.
Für
das Leben in der Großstadt hatten sie sich zwar schon Goldstücke
beiseite gelegt, aber diese Münzen wollten sie noch nicht ausgeben.
Schließlich war es das Geld, welches zu einer neuen Schmiede
beitragen sollte. Steuern würden sie auch zahlen müssen.
So
vergingen ein, zwei Tage, als sie erschöpft in der Ferne eine große
und gewaltige Mauer ausmachten. Sie nahmen ein letztes Mal ihre
verbliebenen Kräfte zusammen und ritten mit einem vollen Sack mit
Goldmünzen in ihre neue Heimat, wo sie als Schmiedfamilie
aufgenommen wurden.
Mit
der Zeit wuchs die Stadt. Sie gedieh und erhielt mehr und mehr an
Glänze. Mit jedem Tag kamen neue Bürger und bereicherten die neue
Hauptstadt des Königreiches mit ihren Fähigkeiten. Es war
erstaunlich, wie schnell sie wuchs und bald laut und belebt war.
Doch
der Ort, an dem er bis vor kurzem noch gelebt hatte, fehlte ihm.
Fortan erkundete er sein neues Zuhause. Er machte die nächsten
Gasthäuser, Bäcker, Schuster und das nächste Schreibwarengeschäft
aus. „Federkiele Firles“ zum Beispiel lag verborgen in einer
schmalen Gasse, abseits des Marktplatzes. Das kleine Geschäft war im
nördlichen Stadtviertel. Es strahle eine beharrliche Wärme von
innen aus, doch war von außen eher ausladend.
Wer
wusste, wie schön und gemütlich es dort war, würde künftig immer
dort seine Einkäufe in Sachen Pergamente, Federkiele, Tinte
(Königsblau, Burgund und weitere unterschiedliche Blau- und
Rottöne), Briefumschläge, Wachs, Buchdeckel, Tage- und Notizbücher
und viele weitere Dinge machen. Es vergingen Monate während seiner
Erkundungszüge.
Fortsetzung folgt..
Copyright liegt bei Lars Fiege Das verbreiten dieses Textes ohne Herkunftsangabe ist verboten.
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