Sonntag, 9. Dezember 2012

Prolog Teil 3


Prolog Teil 3 Doch wie die Jahre zuvor, so strichen auch die nächsten Jahre unbeirrt ins Land. Die Zeit rann dahin und mit ihr das Alter. Das Dorf machte den Anschein, als würde es noch viele Jahrhunderte genau so weiterleben, doch dies galt nicht für die Bürger. Die Familie des Schmieds Barrek packte eines Tages einen Karren voll, um nach Mövum zu fahren. Eine Großstadt, die zunehmend wuchs und gut gedieh, das hatten einige Reisende erzählt, die aus dieser Richtung gekommen waren. Es soll die neue Hauptstadt werden, denn der König residierte nun dort, sagte man.
Warum er eine komplett neue Stadt aufgebaut hatte, wusste wohl niemand zu beantworten.
Der Vater des Burschen erhoffte sich in Mövum mehr Kundschaft, die vereinzelt auch aus dem höhreren Stand kommen könnte.
Wenn sie sich erstmal in dieser wachsenden Stadt niederließen, könnten sie sich ein gutes Geschäft mit ihren Waren aufbauen, denn die Neuigkeiten waren vielversprechend: In einer angehenden Hauptstadt waren Schmiede gut zu gebrauchen, denn eine Stadtwache brauchte Waffen und Rüstungsteile. Nicht zuletzt brauchten Bäcker Backinstrumente, Bader Operationswerkzeuge und Schreiner Hämmer. Ein guter Schmied war ein stets angesehener Mann, und da er sein Handwerk bis zur Perfektion beherrschte, machte er sich keine allzu großen Sorgen um ihr zukünftiges Leben.
Kurz bevor sie einige Tage später von dem gesamten Dorf verabschiedet wurden und mit einem Karren auf eine holprige Straße fuhren, dachte der Junge noch einmal über jene Geschichte nach, die er vor einigen Jahren von dem Alten gehört hatte. Es war die letzte Geschichte des Alten gewesen, denn kurz darauf hatte auch er sich, wie sie es nun taten, auf eine Reise begeben. Er wolle sich selbst ergründen. Mit diesen Worten hatte er sich auf den Weg gemacht.
Doch diese eine Geschichte war ihm seither nie aus dem Kopf gegangen. Er hatte sie sich sogar aufgeschrieben, so gut er es aus seinen Erinnerungen nacherzählen konnte.
Es war die letzte Erzählung, die ihm Geschichtenerzähler Blavis erzählt hatte und es war die beste. Ein Mythos, so wie eine gute Geschichte sein musste. Eine Geschichte, die es in sich hatte, und ihn besonders auf der bevorstehenden Reise begleiten würde. Geschichten hatten nämlich seit Anbeginn seiner Zeit sein Leben begleitet. Auf dieser Reise wollte er noch einmal über diese Geschichte nachdenken.
Fortsetzung folgt..

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